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Geschichte des Hauses





In 10 Wohnateliers leben und arbeiten im Künstlerhaus eins eins zwölf Künstlerinnen und Künstler. Zum Haus gehören ein Ausstellungsraum und ein Park, der auch für Außenarbeiten genutzt wird.

Seit der Einweihung im Jahr 2001 sorgen Künstlerinnen und Künstler mit Ausstellungen, Lesungen, Performances und Multi-Media-Veranstaltungen für Beachtung weit über den Hamburger Westen hinaus.
Ein Ansprechpartner aus dem Haus begleitet jeweils die externen Künstler. So entwickeln sich verbindliche und dauerhafte Beziehungen zum Haus, und der Kreis der ausstellenden Künstler erweitert sich stetig.
Einmal im Jahr stehen die Türen unserer Ateliers allen interessierten Besuchern offen.

Mitte der 90-er Jahre bewahrt der Verein Ateliers für die Kunst e.V. unter dem Vorsitz von Klaus Ecker das frühere Landpflegeheim vor dem Abriss, indem er sich dafür einsetzt, dass das Gebäude unter Denkmalschutz gestellt wird.
Ateliers für die Kunst und die Stattbau GmbH entwickeln in Zusammenarbeit mit Kulturbehörde und Stadtentwicklungsbehörde ein Nutzungs- und Finanzierungskonzept für ein Wohnatelierprojekt und zwei Wohnprojekte unter einem Dach.

Seit der Grundsanierung 1998/99, bei der die zukünftigen NutzerInnen die bei alternativen Projekten übliche hohe Eigenleistung erbringen, beherbergt das Haus im Mittelteil das Künstlerhaus eins eins und in den Seitenflügeln zwei Wohnprojekte. Wir sind Mitglieder der alternativen Wohnungsbaugenossenschaft Schanze e. G.

Das 1871 eingeweihte Gebäude wurde nach dem Entwurf von Heinrich Oskar Winkler als neues Armen- und Siechenhaus der Stadt Altona in Osdorf erbaut. Dazu gehörten neben dem Haupthaus weitere Bauten mit Arbeits- und Lagerräumen sowie Stallungen, die heute alle nicht mehr existieren.
Man verwahrte dort Arme, Waisen sowie "Sieche und Irre". Die Bewohner mussten arbeiten, soweit sie dazu in der Lage waren, die Kinder wurden ansatzweise unterrichtet.

Nach dem Ersten Weltkrieg wurde das Armenhaus erweitert und in Landpflegeheim umbenannt. Es beherbergte nunmehr fast ausschließlich Kinder und Jugendliche, die in der hauseigenen Schule nach reformpädagogischen Ansätzen unterrichtet wurden.

Während des Nationalsozialismus wurden die Insassen als Arbeitskräfte auf die umliegenden Bauernhöfe verteilt, das Landpflegeheim wurde als Kaserne genutzt.

Nach dem Zweiten Weltkrieg diente das Haus wieder als Jugendheim, ab den 1970-er Jahren bis 1993 als Flüchtlingsunterkunft.

Quellen:
Landpflegeheim Osdorf - Vom Armenhaus zum Landpflegeheim 1871-1921, herausgegeben zum 50jährigen Jubiläum des Landpflegeheims zu Osdorf von der Leitung der Anstalt
Zeitzeugengespräche
Protokolle Stattbau GmbH

 


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