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2009
Peter Boué und Claudia Stapelfeld
FACES TO GO

Zeichnungen

Peter Boué
Die Ausstellung FACES TO GO zeigt zunächst einmal – als erste Schnittstelle der Arbeiten von Peter Boué und Claudia Stapelfeld – menschliche Physiognomie. Ihr Ausdruck und die Situationen, in denen sich die abgebildeten Figuren befinden, wären mit „absurd“ oder „hintergründig“ noch nicht hinreichend bezeichnet:
Claudia Stapelfeld zeigt Blei- und Buntstiftzeichnungen sowie schwarz-weiße Tuschzeichnungen. Es geht ihr um das Thema Identität, wobei schon der flüchtige Eindruck eines besonderen Gesichtes, etwa in der U-Bahn oder über ein Illustriertenfoto der Auslöser für eine Bildidee werden kann. Nicht selten verfremdet sie den menschlichen Körper auf z.T. groteske Weise. Die gewählten Verfremdungen verstärken dabei bestehende Merkmale und die jeweilige Person findet sich häufig in einer absurd anmutenden Bildszenerie oder in skurrilen Figurenkonstellationen wieder, die an Bilder von nächtlichen Traumwelten erinnern.
An verborgene Welten mit der Nähe zu Filmstills lassen auch die Arbeiten von Peter Boué denken. In seinen seit zehn Jahren entstehenden, häufig sehr schwarzen Fettstiftzeichnungen tauchen neben den Landschaften und Stadtansichten immer wieder Figuren auf, deren Existenz als Menschen häufig als nicht gesichert erscheint. Sie erinnern in ihrem lemurenhaften Ausdruck an Zwischenwesen oder Zombies, wenn nicht ihre Gesichtszüge überhaupt schon durch Masken verdeckt sind. FACES TO GO meint bei den Arbeiten von Peter Boué eben auch das abwesende und verhüllte Gesicht
Claudia Stapelfeld
Peter Boué

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